Was es bedeutet und wie es behandelt wird
Atemversagen tritt auf, wenn Ihre Lungen ihre Aufgabe nicht erfüllen, Sauerstoff in Ihren Blutkreislauf zu leiten und Kohlendioxid zu entfernen. Es ist eine häufige Komplikation der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und anderer schwerer Atemwegserkrankungen.
Ihre Lunge ist dafür verantwortlich, Sauerstoff in Ihren Körper zu bringen, wo er von Ihren roten Blutkörperchen aufgenommen und dorthin transportiert wird, wo er benötigt wird. Währenddessen bewegt sich Kohlendioxid – das Abgas, das Ihre Zellen bei der Verwendung des Sauerstoffs produzieren – aus Ihrem Blutkreislauf zurück in Ihre Lunge, wo Sie es ausatmen. Dieser gesamte Vorgang wird als Gasaustausch bezeichnet.
Bei Atemstillstand funktioniert der Gasaustausch nicht so, wie er soll, und die Zellen in Ihrem Körper leiden unter Sauerstoffmangel, zu viel Kohlendioxid oder beidem. Zu viel Kohlendioxid kann den Säure-Basen-Haushalt im Körper stören, was wiederum zu Atemstillstand führen kann.
Symptome
Die Symptome einer Ateminsuffizienz können entweder akut (sich schnell entwickelnd) oder chronisch sein (anhaltend oder wiederkehrend). Das erste Symptom eines Atemversagens, das Sie möglicherweise bemerken, ist Kurzatmigkeit, die als Dyspnoe bezeichnet wird. Andere Symptome sind:
- Erhöhte Atemfrequenz
- Keuchen
- Verwechslung
- Müdigkeit und Lethargie
- Schläfrigkeit
- Angst
- Eine bläuliche Tönung Ihrer Haut (Zyanose)
- Überschüssigen Schleim abhusten
Wenn Ihre Symptome einer Ateminsuffizienz plötzlich auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie aufgrund von COPD oder anderen chronischen Erkrankungen an chronischer Ateminsuffizienz leiden, können Sie möglicherweise eine fortlaufende Behandlung zu Hause oder in einer Langzeitpflegeeinrichtung erhalten.
Plötzliches Atemversagen ist ein medizinischer Notfall. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person nicht atmen können, rufen Sie 911 an.
Ursachen
Atemstillstand kann auf zwei Arten auftreten. Es wird entweder zu wenig Sauerstoff im Blut (sog. hypoxämisches Atemversagen) oder zu viel Kohlendioxid im Blut (sogenanntes hypercarbisches Atemversagen) sein.
Das akute Atemnotsyndrom ist eine häufige Ursache für schwere Hypoxämie, während COPD eng mit hypercarbischer Hypoxämie verbunden ist.
Zu den anderen möglichen Ursachen für Atemversagen zählen:
- Atemwegsobstruktion
- Lungenentzündung
- Asthma
- Schädeltrauma
- Schwere Fettleibigkeit
- Schlaganfall
- Lungenembolie
- Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
- Alkoholvergiftung
- Drogenmissbrauch, einschließlich Opiate und Benzodiazepine
Eine Erkrankung muss die Lunge nicht direkt betreffen, um ein Atemversagen zu verursachen. Zum Beispiel können Schlaganfall, Kopfverletzung, ALS und Überdosierung von Medikamenten/Alkohol das Nervensystem und die Muskeln beeinflussen, die die Atmung kontrollieren.
Es gibt zwei andere Formen des Atemversagens, die als perioperatives und postoperatives Atemversagen bezeichnet werden. Sie können während oder nach einer Operation auftreten, wenn eine Reaktion auf eine Vollnarkose und Intubation eine Atelektase (einen Lungenkollaps) verursacht.
Diagnose
Wenn Ihr Arzt eine Ateminsuffizienz vermutet, kann er eine Reihe von Tests anordnen, um die Diagnose zu bestätigen. Sie beinhalten:
- Brust Röntgen
- Computertomographie (CT) des Brustkorbs
- Arterielle Blutgasuntersuchung
- Pulsoximetrie zur Erkennung niedriger Sauerstoffwerte
- Bluttests zum Nachweis hoher Kohlendioxidwerte im Blut
Die Bronchoskopie, bei der ein flexibles Endoskop in den Rachen und die Lunge eingeführt wird, kann bei akutem Atemversagen zur Überprüfung auf Infektionen verwendet werden.
Behandlung
Sobald die Ateminsuffizienz bestätigt ist, kann Ihre Behandlung je nach der zugrunde liegenden Ursache Ihrer Erkrankung Folgendes umfassen:
-
Bronchodilatatoren (die zur Öffnung der Atemwege führen)
- Steroide (die zur Entspannung der Atemwegsmuskulatur beitragen)
- Antibiotika (wenn eine Infektion beteiligt ist)
- Nichtinvasive Überdruckbeatmung (wie CPAP oder BiPAP)
- Sauerstoff Therapie
- Ein Beatmungsgerät oder ein nicht-invasives Atemschutzgerät
Sobald Ihr Zustand stabil ist, wird Ihr Arzt mit Ihnen über Ihre langfristigen Behandlungsmöglichkeiten und Ihre Prognose sprechen. Ihre Aussichten auf Genesung hängen von der zugrunde liegenden Ursache des Versagens, der Schwere Ihrer Erkrankung und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab.
Menschen mit COPD, die ein akutes hyperkapnisches Versagen erleiden, haben eine Krankenhausmortalität (Todesrate) zwischen 2 % und 8 % (bis zu 15 % bei Intensivpatienten) sowie eine Einjahressterblichkeitsrate von 22 % bis 43 %. Menschen mit schwerem akutem hypoxämischem Versagen haben eine Sterblichkeitsrate von näher an 42 %.
Wenn Sie Raucher sind, wird Ihnen geraten, sofort mit dem Rauchen aufzuhören, und Sie erhalten eine Überweisung zu einem Raucherentwöhnungsprogramm. Das Abnehmen von Übergewicht kann auch dazu beitragen, das Risiko eines erneuten Auftretens zu verringern, insbesondere wenn Sie übergewichtig sind.













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