Regionalanästhesie birgt weniger Risiken
Bei einem Gelenkersatz (Hüfte oder Knie) haben Sie möglicherweise die Wahl zwischen einer Vollnarkose und einer Regionalanästhesie. Welche Art der Anästhesie für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrem Fall ab, und Ihr Arzt kann gute Gründe haben, eine Anästhesie der anderen zu verwenden.
Während ein solches Verfahren für eine Operation wie diese besser geeignet erscheinen mag, zeigt eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen insgesamt, dass die Regionalanästhesie die sicherere, billigere und effektivere Wahl sein kann.
Unterschiede zwischen Allgemein- und Regionalanästhesie
Die Vollnarkose sediert einen Patienten vollständig (schläft ihn ein), wobei ein Beatmungsgerät verwendet wird, um die Atmung zu unterstützen. Dies ist eine Anästhesie im klassischen Sinne, an die die meisten denken, wenn sie über eine Operation sprechen.
Die Regionalanästhesie beim Gelenkersatz beinhaltet normalerweise eine epidurale Injektion in den unteren Rücken, die die unteren Extremitäten betäubt (auch Neuraxial- oder Spinalanästhesie genannt). Dies ist die gleiche Anästhesie, die einigen Frauen während der Geburt verabreicht wird.
Die Regionalanästhesie ermöglicht es einem Patienten auch, den Sedierungsgrad während eines chirurgischen Eingriffs je nach Komfort anzupassen. Sie können während ihres Eingriffs ohne Hilfe einer Maschine atmen.
Regionalanästhesie ist nicht gleich Lokalanästhesie. Ein „Lokaler“ betäubt nur einen kleinen Bereich für kleinere Eingriffe (wie zum Beispiel Stiche). Eine Region betäubt einen viel größeren Bereich für größere Verfahren.
Warum Regionalanästhesie oft besser ist
In einer Reihe von Studien wurden verschiedene Risiken des Gelenkersatzes untersucht und wie die Wahl der Anästhesie die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen beeinflusst. Die Regionalanästhesie hat in einer Reihe von Bereichen durchweg bessere Ergebnisse als die Vollnarkose gezeigt:
- Niedrigere 30-Tage-postoperative Sterblichkeitsrate
- Weniger medizinische Komplikationen (insbesondere Lungen-/Atemprobleme)
- Niedrigere Infektionsraten
- Weniger Blutverlust
- Weniger Bedarf an postoperativen Schmerzmitteln wie Opioiden (Epiduralanästhesie dauert länger als Vollnarkose, sodass Patienten später mit der Schmerzmittelbehandlung beginnen können.)
- Kürzere OP-Zeiten
- Kürzere Krankenhausaufenthalte: Eine Studie mit fast 11.000 Gelenkersatzpatienten ergab, dass Regionalanästhesiepatienten einen ganzen Tag weniger im Krankenhaus verbringen (5,7 Tage gegenüber 6,6 bei Vollnarkose).
All dies führt zu geringeren chirurgischen Risiken, kürzeren Genesungszeiten und niedrigeren medizinischen Gesamtkosten.
Wann eine Vollnarkose erforderlich sein kann
Trotz der Gründe, eine Regionalanästhesie in Betracht zu ziehen, kann es Zeiten geben, in denen eine Vollnarkose entweder von einem Patienten oder Arzt bevorzugt oder medizinisch notwendig ist:
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Medizinische Bedingungen: Eine Vollnarkose kann für jemanden vorzuziehen sein, der sich einer bedeutenden Wirbelsäulenoperation wie einer Lendenwirbelfusion unterzogen hat, was eine Regionalanästhesie erschweren kann. Auch Wirbelsäulendeformitäten, einschließlich Skoliose, können die Regionalanästhesie erschweren. Auch Erkrankungen wie die Aortenklappenstenose machen die Vollnarkose zu einer sichereren Option.
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Patientenangst: Viele Patienten, die sich für eine Vollnarkose entscheiden, tun dies, weil sie diese Option einfach besser verstehen als die Regionalanästhesie. Sie könnten auch Angst vor einer Injektion in die Wirbelsäule haben. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um mehr darüber zu erfahren, wie eine Regionalanästhesie durchgeführt wird und welche Auswirkungen sie haben kann.
Jeder Patient sollte seine besonderen Umstände mit seinem Chirurgen und Anästhesisten besprechen, um zu sehen, welche Option für ihn am besten ist. Dieses Gespräch sollte auch beinhalten, was am Tag der Operation und während der Genesung zu erwarten ist, sowie alle Aspekte, die nicht vollständig verstanden wurden. Bei Bedarf kann eine Zweitmeinung hilfreich sein, um die Optionen besser zu verstehen.













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