Überblick
Was ist ein Schwannom?
Ein Schwannom ist ein Tumor, der sich aus den Schwann-Zellen im peripheren Nervensystem oder den Hirnnerven entwickelt. Schwann-Zellen unterstützen die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Diese Art von Tumor ist normalerweise gutartig. Schwannome werden manchmal als Neurilemome, Neurolemome oder Neurome bezeichnet. Wenn ein Schwannom bösartig (Krebs) ist, kann es als Weichteilsarkom bezeichnet werden.
Wo sind Schwannome typischerweise zu finden?
Schwannome können in der Hülle gefunden werden, die die Nerven bedeckt. Sie befinden sich im peripheren Nervensystem, den Hirnnerven oder der Nervenwurzel und nicht im Gehirn oder Rückenmark.
Ein gemeinsamer Bereich für Schwannome ist der Nerv, der das Gehirn mit dem Innenohr verbindet. Dieser Typ wird Vestibularisschwannom oder Akustikusneurinom genannt.
Krebsartige Schwannome betreffen am häufigsten den Ischiasnerv des Beins, die Nerven des Plexus brachialis im Arm und die Nervengruppe im unteren Rücken, die als Plexus sacralis bezeichnet wird.
Symptome und Ursachen
Was sind die Symptome von Schwannomen?
Die Symptome treten normalerweise auf, wenn sie bis zu dem Punkt gewachsen sind, an dem sie Druck auf die Nerven in ihrer Nähe ausüben. Die Symptome variieren und sind an den Ort des Tumors gebunden. Zu den Symptomen können gehören:
- Ein sichtbarer Klumpen
- Taubheit
- Muskelschwäche
- Nadelstichgefühl
- Nächtliche Rücken- oder Nackenschmerzen
- Schmerzen, die schmerzen, brennen oder scharf sind
Schwannome in der Nähe des Ohrs können das Gehör, das Gleichgewicht oder ein Klingeln (Tinnitus) beeinträchtigen.
Tumore des Gesichtsnervs können Schlucken, Augenbewegungen und Geschmacksempfindungen beeinträchtigen oder Gesichtslähmungen verursachen.
In einigen Fällen verursachen Schwannome keine Symptome.
Was sind die Ursachen von Schwannomen?
Die Ursache von Schwannomen ist in den meisten Fällen nicht bekannt. Meistens treten sie spontan auf. Genetische Störungen wie Carney-Komplex, Neurofibromatose 2 (NF2) und Schwannomatose können Schwannome verursachen.
Wer ist gefährdet, Schwannome zu entwickeln?
Schwannome können in jedem Alter auftreten. Die Diagnosen erreichen jedoch ihren Höhepunkt im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Hinsichtlich der Häufigkeit von Schwannomen gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Allerdings entwickeln Frauen aufgrund von NF2 etwas häufiger ein Schwannom.
Es gibt keinen Unterschied in der Inzidenz aufgrund ethnischer oder rassischer Hintergründe. Ein Elternteil mit einer genetischen Störung, die Schwannome verursacht, kann die Störung an seine Kinder weitergeben.
Diagnose und Tests
Wie werden Schwannome diagnostiziert?
Die Diagnose von Schwannomen kann schwierig sein, da sie langsam wachsen. Die Symptome sind oft mild und ähneln anderen Erkrankungen.
Welche Tests werden zur Diagnose von Schwannomen verwendet?
Tests zur Diagnose von Schwannomen umfassen:
- Röntgenstrahlen
- Magnetresonanztomographie (MRT)-Scans
- Computertomographie (CT)-Scans
- Ultraschall
Je nach Standort können andere Tests durchgeführt werden, z. B. Gleichgewichts- und Hörtests für Schwannome, die das Innenohr betreffen. Eine Biopsie kann durchgeführt werden, um eine endgültige Diagnose zu stellen.
Management und Behandlung
Wie werden Schwannome verwaltet und behandelt?
Eine Operation wird normalerweise durchgeführt, um Schwannome im peripheren Nervensystem zu entfernen, obwohl Radiochirurgie häufig für Schwannome im Kopf verwendet wird. Da sie sich in der den Nerv umgebenden Hülle befinden, kann der Eingriff oft ohne Schädigung des Nervs durchgeführt werden, mit Ausnahme von Vestibularisschwannomen, bei denen nach der Operation häufig das Gehör verloren geht. Kleinere gutartige Schwannome können nur überwacht werden. Andere Behandlungen, wie Bestrahlung, können in einigen Fällen verwendet werden. Bösartige Schwannome können auch mit Immuntherapie und Chemotherapie behandelt werden. Wenn sich ein Schwannom an einem kleineren Nerv entwickelt, ist es möglicherweise nicht möglich, den Tumor vom Nerv zu trennen. Wenn ein Schwannom nicht vollständig entfernt wird, kann ein langsam wachsendes Rezidiv festgestellt werden.
Ausblick / Prognose
Wie ist die Prognose für jemanden mit einem Schwannom?
Die Prognose kann je nach Art und Lokalisation des Schwannoms sowie davon, ob der Tumor krebsartig ist oder nicht, variieren. Wenn in einem von einem Schwannom betroffenen Bereich eine Muskelschwäche auftritt, kann es sein, dass der betroffene Muskel nach der Entfernung des Tumors nicht wieder seine volle Kraft erlangt. Ein Hörverlust aufgrund eines Vestibularisschwannoms oder seiner Behandlung ist normalerweise dauerhaft. Große Schwannome haben eine niedrige Rezidivrate. Eine langfristige Überwachung und Nachsorge kann erforderlich sein.













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