Überblick
Was ist ein Meckel-Divertikel?
Das Meckel-Divertikel ist eine Ausstülpung oder Ausbuchtung im unteren Teil des Dünndarms. Die Ausbuchtung ist angeboren (bei der Geburt vorhanden) und ist ein Überbleibsel der Nabelschnur. Das Meckel-Divertikel ist der häufigste angeborene Defekt des Magen-Darm-Traktes. Sie tritt bei etwa 2 % bis 3 % der Gesamtbevölkerung auf.
Wer bekommt ein Meckel-Divertikel?
Obwohl 2 % bis 3 % der Bevölkerung Meckel-Divertikel bekommen, verursacht es nur bei einer kleinen Anzahl dieser Menschen Symptome. Menschen können ihr ganzes Leben lang leben, ohne jemals zu wissen, dass sie ein Meckel-Divertikel haben. Der Zustand ist bei Männern und Frauen gleich häufig, aber bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen zwei- bis dreimal höher.
Symptome und Ursachen
Was verursacht das Meckel-Divertikel?
Das Meckel-Divertikel tritt früh in der Schwangerschaft bei einem Fötus auf. Normalerweise wird der Dottergang, der den wachsenden Fötus mit dem Dottersack verbindet, bis zur siebten Schwangerschaftswoche in den Fötus aufgenommen. Wenn der Dottergang nicht vollständig resorbiert ist, entwickelt sich ein Meckel-Divertikel.
Ein Meckel-Divertikel kann Zellen sowohl aus dem Magen als auch aus der Bauchspeicheldrüse enthalten. Zellen aus dem Magen können Säure absondern, die Geschwüre und Blutungen verursachen kann.
Was sind die Symptome des Meckel-Divertikels?
Symptome des Meckel-Divertikels treten normalerweise im ersten Lebensjahr eines Kindes auf, können aber bis ins Erwachsenenalter auftreten.
Zu den Symptomen gehören:
- Magen-Darm-Blutungen (die im Stuhl zu sehen sind).
- Bauchschmerzen und Krämpfe.
- Zärtlichkeit in der Nähe des Nabels (Bauchnabel).
- Darmverschluss, eine Blockade, die verhindert, dass der Darminhalt ausgeschieden wird. Dies kann Schmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Erbrechen verursachen.
- Divertikulitis (Schwellung der Darmwand).
Das häufigste Symptom bei Kindern unter 5 Jahren sind Blutungen, die durch Geschwüre verursacht werden, die sich im Dünndarm entwickeln, wenn das Divertikel Magensäure absondert. Darmverschluss tritt häufiger bei älteren Kindern und Erwachsenen auf.
Divertikulitis kann in jedem Alter auftreten, tritt jedoch am häufigsten bei älteren Kindern auf. Tumore können vor allem bei Erwachsenen auftreten, sind aber ein seltenes Symptom des Meckel-Divertikels.
Wenn Ihr Kind eines der oben genannten Symptome hat, sollten Sie sofort Ihren Kinderarzt oder Gesundheitsdienstleister aufsuchen.
Diagnose und Tests
Wie wird ein Meckel-Divertikel diagnostiziert?
Das Meckel-Divertikel kann schwierig zu diagnostizieren sein. Viele der Symptome, wie Erbrechen, Bauchschmerzen und Empfindlichkeit, können unter verschiedenen Bedingungen auftreten.
Wenn der Arzt Ihres Kindes der Meinung ist, dass die Kombination der Symptome auf ein Meckel-Divertikel hindeutet, wird er oder sie bestimmte Tests anordnen. Diese schließen ein:
- Technetium-Scan: Dieser Test ist ein Scan. Radioaktives Technetium wird in den Körper injiziert. Dieser Stoff wird von Magenzellen im Divertikel aufgenommen und kann mit einer speziellen Kamera nachgewiesen werden.
- Darmspiegelung: Bei diesem Test wird ein kleiner, flexibler Schlauch mit einer Kamera am Ende in das Rektum und den Dickdarm eingeführt, um nach Verstopfungen und der Ursache von Blutungen zu suchen.
- Drahtlose Kapselendoskopie: Für diesen Test schluckt der Patient eine kleine Kamera, die Blutungsquellen im Dünndarm erkennen kann. Wenn Ihr Kind zu klein ist, um eine Pille zu schlucken, kann es in den Magen gelegt werden, während Ihr Kind schläft.
Management und Behandlung
Wie wird ein Meckel-Divertikel behandelt?
Viele Erwachsene, die ein Meckel-Divertikel haben, haben nie Symptome. Sie erfahren erst, dass sie die Erkrankung haben, nachdem sie während einer Operation oder während Tests auf eine andere Erkrankung bemerkt wurde. In diesem Fall muss das Meckel-Divertikel in der Regel nicht behandelt werden.
Eine Operation zur Entfernung des Divertikels kann empfohlen werden, wenn sich Blutungen entwickeln. Bei diesem Eingriff werden das Meckel-Divertikel und der umgebende Dünndarm entfernt und die Enden der verbleibenden Därme zusammengenäht.
Dies kann entweder durch eine offene Bauchoperation oder laparoskopisch erfolgen (ein schmaler Schlauch mit einer Kamera wird durch einen kleinen Schnitt eingeführt und das Meckel-Divertikel wird durch einen weiteren kleinen Schnitt repariert). Ihr Arzt kann basierend auf den Symptomen, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Kindes den besten Ansatz empfehlen.
Ausblick / Prognose
Wie ist die Langzeitprognose (Ausblick) für Patienten mit Meckel-Divertikel?
Die Langzeitprognose ist ausgezeichnet. Die Patienten können nach der Behandlung mit einer vollständigen Genesung rechnen.













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