Biologika gehören zu den Medikamenten zur Behandlung von rheumatoider Arthritis (RA). Diese Medikamente reduzieren die Aktivität der Immunzellen, um die Entzündung zu verringern, die die Gelenke in diesem Zustand schädigt.
Biologische Medikamente und ihre Angriffsziele
Es gibt eine Vielzahl von biologischen Arzneimitteln, von denen jedes auf einen bestimmten Molekültyp abzielt, der am Entzündungsprozess beteiligt ist – wie den Tumornekrosefaktor (TNF), Interleukine (ILs) und Zelloberflächenmoleküle auf T- und B-Lymphozyten.
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Enbrel (Etanercept), Remicade (Infliximab), Humira (Adalimumab), Simponi (Golimumab) und Cimzia (Certolizumab Pegol) zielen auf TNF ab. TNF-Blocker werden oft als Biologika der ersten Wahl bei RA angesehen.
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Stelara (Ustekinumab) blockiert die Zytokine IL-12 und IL-23.
- Taltz (Ixekizumab) und Cosentyx (Secukinumab) hemmen IL-17 und werden zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis und aktiver Psoriasis-Arthritis eingesetzt.
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Orencia (Abatacept) unterbricht die Aktivierung von T-Zellen. Normalerweise ist Orencia Patienten mit mittelschwerer bis schwerer RA vorbehalten, deren Erkrankung mit Methotrexat und einem TNF-Blocker nicht ausreichend kontrolliert wird.
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Rituxan (Rituximab) verbraucht B-Zellen. Dieses Medikament ist typischerweise Patienten vorbehalten, die mit Methotrexat und einem TNF-Blocker ein unbefriedigendes Ergebnis haben.
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Actemra (Tocilizumab) wirkt durch Hemmung des IL-6-Rezeptors und wird zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer RA, polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis und systemischer juveniler idiopathischer Arthritis angewendet.
- Kineret (Anakinra) hemmt IL-1. Es ist wirksam bei der Behandlung verschiedener entzündlicher Zustände, aber es ist weniger wirksam bei der Behandlung von RA.
Wer sollte mit Biologika behandelt werden?
Wenn Sie auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) entweder allein oder in Kombination mit anderen Arthritis-Medikamenten nicht zufriedenstellend ansprechen, könnten Sie ein guter Kandidat für Biologika sein.
Es kann bis zu drei Monate dauern, bis Biologika ihre volle Wirkung entfalten.
Wer sollte nicht mit Biologika behandelt werden?
Sie sind möglicherweise kein guter Kandidat für eine Behandlung mit biologischen Arzneimitteln. Es gibt bestimmte Bedingungen, bei denen die Risiken den Nutzen der Behandlung höchstwahrscheinlich überwiegen.
Wenn Sie beispielsweise Multiple Sklerose, symptomatische kongestive Herzinsuffizienz oder eine Vorgeschichte von Lymphomen haben, sind TNF-Hemmer nicht das Richtige für Sie. Es ist auch zu riskant, biologische Medikamente zu verwenden, wenn Sie in der Vorgeschichte schwere oder wiederkehrende Infektionen haben.
Welche der Biologika sollten Sie verwenden?
Ihr Arzt wird Ihnen bei der Auswahl des für Sie am besten geeigneten biologischen Arzneimittels helfen. Die Kosten sind sicherlich eine Überlegung. Sie und Ihr Arzt müssen feststellen, ob Ihre Krankenversicherung die Kosten übernimmt und wie hoch Ihre Auslagen sind.
Ein weiterer Aspekt ist die Bequemlichkeit. Wie wird das Medikament verabreicht? Müssen Sie zur Behandlung in die Arztpraxis oder sollten Sie sich für eines der biologischen Medikamente entscheiden, die als Selbstinjektion verabreicht werden? Wie oft wird das Medikament verabreicht – einmal pro Woche, zweimal pro Woche, alle zwei Wochen oder monatlich? Was ist Ihre Präferenz?
Ist es für Sie auch wichtig, ein Medikament mit einer guten Erfolgsbilanz zu wählen – mit anderen Worten – bevorzugen Sie eines der älteren statt neueren Biologika? Dies sind alles Dinge, die Sie berücksichtigen sollten, denn wenn Sie sich für das entscheiden, was am besten zu Ihnen passt, werden Sie mit größerer Wahrscheinlichkeit mit Ihrer Behandlung konform bleiben.
















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