Hat Ihr Arzt bei Ihnen neben Ihrem Reizdarmsyndrom (IBS) eine Divertikulose diagnostiziert? Fragst du dich, ob es eine Beziehung zwischen den beiden gibt? Und finden Sie es schwierig, herauszufinden, was Sie essen sollen, um die Symptome eines der beiden Gesundheitsprobleme nicht zu verschlimmern? Schauen wir uns mögliche Überschneidungen an und besprechen dann, was Sie tun können, um auf sich selbst aufzupassen, wenn Sie beides haben.
Was ist Divertikulose?
Divertikulose ist ein Gesundheitszustand, bei dem winzige Taschen (Bläschen) in der Dickdarmschleimhaut vorhanden sind. Diese Säcke werden Divertikel genannt und drücken sich an der Wand des Dickdarms nach außen. Sie sind am wahrscheinlichsten im Sigma, dem untersten Teil des Dickdarms, zu finden.
Divertikulose ist eine der drei Erkrankungen, die als Divertikulose (DD) klassifiziert werden – die anderen beiden sind Divertikulitis und Divertikelblutung. Bei Divertikulitis werden die Taschen oder Säcke infiziert oder entzündet. Eine Divertikelblutung liegt vor, wenn die Divertikel zu bluten beginnen.
Symptome
Bei vielen Menschen verursacht Divertikulose keine Symptome. In anderen Fällen kann das Vorhandensein dieser Säcke zu Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen beitragen, die ebenfalls Symptome von RDS sind.
Die Symptome einer Divertikulitis können schwerwiegender sein. Die Schmerzen können von leicht bis schwer reichen und schnell auftreten oder sich allmählich verschlimmern. Schmerzen können zunehmen und abnehmen. Andere Symptome einer Divertikulitis sind:
- Bauchschmerzen und Krämpfe
- Abrupte Änderung der Stuhlgewohnheiten, z. B. Verstopfung oder Durchfall
- Schüttelfrost
- Fieber
- Druckschmerz im Unterbauch, besonders auf der linken Seite
- Erbrechen
Ein gefährliches Risiko bei einer unbehandelten Divertikulitis ist die Darmperforation – ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, der eine Operation erfordert.
Eine Divertikelblutung wird typischerweise durch eine plötzliche, große Menge von hellrotem bis dunkelbraunem Blut im Stuhl angezeigt. Die Blutung hört normalerweise von selbst auf, aber wenn Sie eine Blutung im Stuhl oder aus Ihrem Rektum bemerken, müssen Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache der Blutung genau zu beurteilen.
Möglicher Zusammenhang zwischen IBS und Divertikulose
Es kann einen Zusammenhang zwischen IBS und Divertikulose geben.
Eine Studie aus dem Jahr 2013 verfolgte über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren über tausend Menschen, bei denen Divertikulitis diagnostiziert wurde, ohne dass in der Vorgeschichte eine funktionelle Magen-Darm-Erkrankung (FGD) wie RDS aufgetreten war. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe stellten sie fest, dass diese Personen ein fast fünfmal höheres Risiko hatten, an Reizdarmsyndrom zu erkranken. Diese Ergebnisse veranlassten diese Forschergruppe, den Begriff des „post-divertikulitis IBS“ (PDV-IBS) vorzuschlagen, obwohl es noch nicht als offizieller Untertyp des IBS angesehen wird.
Andere Forscher kamen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang bestehen könnte, der Zusammenhang und seine Auswirkungen auf die Behandlung jedoch noch nicht klar sind.
Was tun, wenn Sie beides haben
Es kann sehr schwierig erscheinen, herauszufinden, was zu tun ist, wenn Sie beide gesundheitliche Probleme haben. Glücklicherweise gelten einige der gleichen Behandlungsempfehlungen für RDS auch für Divertikelerkrankungen:
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Erhöhen Sie Ihre Ballaststoffaufnahme: Sie können dies tun, indem Sie eine ballaststoffreiche Ernährung zu sich nehmen oder ein Ballaststoffpräparat einnehmen.Obwohl die Forschung nicht schlüssig ist, gibt es einige Hinweise darauf, dass Ballaststoffe dazu beitragen können, den Dickdarm vor DD zu schützen.
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Nehmen Sie Probiotika ein: Die Forschung ist nicht schlüssig, aber es gibt einige Hinweise darauf, dass Probiotika laut einer Studie aus dem Jahr 2013 helfen können, Divertikulitis bei Personen mit Divertikulose zu verhindern. Sie finden Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder in fermentierten Lebensmitteln.
Es gibt auch bestimmte Änderungen des Lebensstils, die Probleme durch Divertikelerkrankungen reduzieren können. Obwohl diese Faktoren nicht unbedingt mit IBS verbunden sind, tragen diese Änderungen dazu bei, Ihre allgemeine Gesundheit und Ihre Verdauungsgesundheit zu verbessern:
- Wenn Sie Raucher sind, unternehmen Sie Schritte, um damit aufzuhören.
- Achten Sie darauf, regelmäßig zu trainieren.
- Ein gesundes Gewicht beibehalten.
- Halten Sie den Alkoholkonsum auf ein Minimum.
- Beschränken Sie die Einnahme von Aspirin und nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs) auf ein Minimum.
Menschen mit Reizdarmsyndrom können es auch hilfreich finden:
- Führen Sie ein Tagebuch über Nahrungsmittel, Symptome und Stuhlgewohnheiten, um zu sehen, ob Muster auftauchen.
- Begrenzen Sie die Aufnahme von gasbildenden Lebensmitteln wie Bohnen und Kreuzblütler (Brokkoli, Blumenkohl und Kohl).
- Begrenzen oder eliminieren Sie die Aufnahme von Milch oder Milchprodukten, um zu sehen, ob dies bei den IBS-Symptomen hilft. Laktose (der natürliche Zucker in Milch) ist eine weit verbreitete Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Bevor Sie größere Änderungen an Ihrer Ernährung vornehmen, fragen Sie am besten Ihren Arzt um Rat.
















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