Das Karpaltunnelsyndrom (CTS) tritt auf, wenn der N. medianus, einer der großen Nerven im Handgelenk, beim Durchgang durch den engen Karpaltunnel eingeklemmt wird. Der dabei entstehende Druck kann aus vielen Gründen entstehen. Die Hauptfaktoren sind die Struktur Ihres Handgelenks, Verletzungen und Zustände, die zu Entzündungen und Schwellungen führen. Stress durch sich wiederholende Bewegungen oder die Verwendung von vibrierenden Werkzeugen ist ein geringer Risikofaktor, während die Computernutzung ein unbewiesenes Risiko darstellt.
Häufige Ursachen
Der Karpaltunnel wird von den kleinen Handgelenksknochen unten und einem straffen Band oben gebildet.
Wenn sich im Karpaltunnel Druck aufbaut, wird der Nerv eingeklemmt und beginnt, abnormal zu funktionieren. In diesem Fall treten bei den Patienten die typischen Symptome des Karpaltunnels auf, darunter Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl.
Bei bestimmten Positionen des Handgelenks wird der Druck im Karpaltunnel erhöht. Viele Menschen klagen nachts über Karpaltunnelsyndrom, was darauf zurückzuführen ist, dass sie mit unter dem Körper gefalteten Handgelenken schlafen. Diese Position kann den Karpaltunneldruck erhöhen und die Symptome verschlimmern.
Meistens gibt es keine einzige Ursache für das Karpaltunnelsyndrom, und oft gibt es mehrere Risikofaktoren, die dazu beitragen können.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
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Handgelenksverletzung: Eine Luxation, ein Bruch, eine Verbrennung oder ein schwerer Bluterguss am Handgelenk oder Unterarm kann zu einer Schwellung des Karpaltunnels führen.
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Anatomische Faktoren: Sie wurden möglicherweise mit einem kleinen Karpaltunnel, winzigen Handgelenken oder einer Knochenanordnung geboren, die auf den Karpaltunnel auftrifft. Deformitäten können sich auch aufgrund einer entzündlichen Arthritis entwickeln.
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Geschlecht: Frauen haben häufiger ein Karpaltunnelsyndrom, vielleicht weil sie kleinere Handgelenke haben als Männer.
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Alter: Die größte Altersrisikogruppe liegt zwischen 40 und 60 Jahren.
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Entzündliche Erkrankungen einschließlich rheumatoider Arthritis erhöhen das Risiko.
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Zustände, die Nerven schädigen, einschließlich Diabetes, können den Mediannerv beeinträchtigen.
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Erkrankungen, die zu Flüssigkeitsansammlungen führen, einschließlich Schwangerschaft, Wechseljahre und Nierenversagen
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Hypothyreose: Der Mechanismus ist nicht verstanden, aber die Erkrankung kann Flüssigkeitsansammlungen verursachen und zu Ablagerungen am N. medianus führen.
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Akromegalie (Hypophysenüberfunktion) führt zu einer Schwellung des N. medianus, was das Kompressionsrisiko erhöht.
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Wiederholter Gebrauch durch Beugen des Handgelenks, am häufigsten auf einem industriellen Fließband in Branchen wie Fertigung, Näherei, Reinigung und Lebensmittelverarbeitung
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Vibrationen werden als geringfügige Ursache angegeben.
Kontroverse um Computernutzung als Ursache
Über die Verwendung von Tastaturen (oder anderen Technologien wie Computermaus oder Smartphone) wird seit langem diskutiert, die zur Entwicklung des Karpaltunnelsyndroms führen.
Trotz vieler großer und gut durchdachter wissenschaftlicher Studien wurde nicht gezeigt, dass ein Karpaltunnel durch Tippen oder die Verwendung einer Computermaus verursacht wird.
Die meisten Daten, die auf Beruf als Risikofaktor für die Entwicklung von CTS hinweisen, stammen aus Studien, die den Einsatz von vibrierenden schweren Maschinen (einschließlich Presslufthämmern) oder die Art des wiederholten oder gewaltsamen Gebrauchs des Handgelenks bei einigen industriellen Tätigkeiten untersuchten.
Risikofaktoren des Lebensstils
Das Schlafen mit gebeugten Handgelenken, insbesondere wenn sie sich unter Ihrem Körper befinden, erhöht das Risiko. Einige Aktivitäten, sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz, können potenziell zu wiederholten Druckerhöhungen im Karpaltunnel führen. Schlecht gestaltete Arbeitsräume können dazu führen, dass das Handgelenk in einer Position gehalten wird, die den Nerv reizt. Sie können längere Zeit damit verbringen, dieselbe Bewegung auszuführen oder einen Gegenstand wie einen Stift fest zu greifen. Eine schlechte Haltung mit nach vorne gerollten Schultern kann die Nerven in Ihrem Nacken komprimieren und Ihren Arm und Ihre Hand beeinträchtigen. Eine kalte Umgebung kann auch zu Handschmerzen und Steifheit führen.
Fettleibigkeit ist auch ein Risikofaktor für das Karpaltunnelsyndrom. Ein BMI von 30 oder mehr erhöht das Karpaltunnelrisiko, obwohl nicht klar ist, warum.














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