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Schon im Säuglingsalter schreiben wir Kindern bestimmte Charaktereigenschaften zu. Wir könnten sagen „er ist ein glückliches Baby“ oder „sie ist gelassen“ oder meinen, ein Kind sei „stur“. Aber während diese Eigenschaften Hinweise auf die Zukunft geben können, nimmt die Persönlichkeit Ihres Kindes erst später wirklich Form an.
Es gibt gute Gründe für Eltern, die Persönlichkeit ihres Kindes kennen zu lernen. Die Erziehung eines Introvertierten kann andere Fähigkeiten und Techniken erfordern als die Erziehung eines Extrovertierten, und Kinder mit unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen werden besser auf unterschiedliche Motivationen und Disziplinierungsstrategien reagieren.
Diese Persönlichkeitsmerkmale treten bereits in der Grundschule auf. So können Sie erkennen, wann die Persönlichkeit Ihres Kindes entsteht und was diese Persönlichkeit bedeuten kann.
Temperament ist nicht die Persönlichkeit Ihres Kindes
Es gibt schon sehr früh im Leben Hinweise auf die Persönlichkeit des Kindes. Zum Beispiel sehnen sich einige Säuglinge nach Routinen, während andere mehr Flexibilität bevorzugen. Psychologen nennen diese frühen Hinweise „Temperament“.
Temperament ist angeboren. Mit anderen Worten, Babys haben von Natur aus bestimmte Temperamente, aber Temperament ist nicht ihre „Persönlichkeit“.
Persönlichkeit ist die Summe der emotionalen, Einstellungs- und Verhaltensreaktionen einer Person. Sie entsteht im wahrsten Sinne erst im Heranwachsen der Adoleszenz.
Laut dem Psychologen Dan McAdams lässt sich die Persönlichkeit eines Menschen dadurch charakterisieren, dass man seine spezifischen Persönlichkeitsmerkmale über Jahre hinweg beobachtet.
Diese Merkmale treten erst in den Zwanzigerjahren klar und konsistent auf. Zuvor können Sie das Verhalten von Kindern als Reaktion auf andere Persönlichkeiten um sie herum betrachten, während Verhaltensreaktionen ab etwa 11 und 12 Jahren auftreten.
Die 5 großen Persönlichkeitsmerkmale
Wie das Temperament wurden Persönlichkeitsmerkmale von verschiedenen Forschern auf verschiedene Weise charakterisiert.
Eine der vielleicht bekanntesten Persönlichkeitstheorien konzentriert sich auf fünf Schlüsselmerkmale der Persönlichkeit. Sie sind:
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Gewissenhaftigkeit: Dies beschreibt jemanden, der dazu neigt, pünktlich oder zu früh zu Terminen zu kommen, sehr verantwortungsbewusst ist und ohne oder ohne Aufsicht auf langfristige Ziele hinarbeitet.
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Verträglichkeit: Auch als prosozial bezeichnet, hat eine Person, die angenehm ist, im Allgemeinen positive soziale Interaktionen, ist angenehm in ihrer Nähe, arbeitet daran, anderen zu helfen und kooperiert in Gruppensituationen gut. Er neigt auch dazu, schnell und oft Zuneigung zu zeigen.
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Offenheit für Erfahrungen: Eine Person mit hoher Offenheit für Erfahrungen ist kreativ, flexibel, neugierig und abenteuerlustig. Er genießt es, seinen Geist und seine Sinne stimulieren zu lassen, zum Beispiel durch das Betrachten von Kunst, das Hören neuer Musik, das Probieren exotischer Küche und das Lesen von Literatur und Poesie. Ein offener Mensch mag Abwechslung im Alltag und sehnt sich nach Neuem.
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Neurotizismus: Eine Person, die dazu neigt, regelmäßig negative emotionale Zustände wie Angst, Wut, Schuldgefühle und Depressionen zu erleben. Menschen mit hohem Neurotizismus reagieren überdurchschnittlich häufig schlecht auf Stress und interpretieren Situationen als bedrohlich oder hoffnungslos schwierig.
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Extrovertiert: Ein Extrovertierter ist eine Person, die durch die Nähe anderer Menschen energetisiert wird. Dies ist das Gegenteil eines Introvertierten, der durch das Alleinsein energetisiert wird.
Die Persönlichkeit Ihres Kindes kristallisiert sich in den Zwanzigerjahren heraus
Diese fünf Merkmale kristallisieren sich bei Kindern im Laufe der Jahre zum ersten Mal heraus, und die daraus resultierende Kombination von Merkmalen macht letztendlich die Persönlichkeit Ihres Kindes aus.
Insbesondere beginnen die Forscher im Laufe der Zeit zwischen den Jahren, Unterschiede bei jedem dieser sogenannten Big-Five-Merkmale von einem Kind zum nächsten zu finden. Sie finden auch allgemeine Trends in den Stufen der Big 5-Merkmale, die für alle Tweens auftreten. Zum Beispiel nimmt die Gewissenhaftigkeit in den Tween-Jahren zu.
Die Kombination von leicht beobachtbaren individuellen Unterschieden in Verbindung mit allgemeinen allgemeinen Trends weist darauf hin, dass Merkmale – und damit die „Kindpersönlichkeit“ – am wahrsten in der Präadoleszenz hervortreten.
Sobald die Persönlichkeit auftaucht, ändert sich nicht viel: Eine Studie aus dem Jahr 2010 ergab, dass Persönlichkeitsmerkmale, die erstmals von Grundschullehrern beobachtet wurden, das Verhalten von Erwachsenen vorhersagen können.
Diese Studie von Forschern der University of California, Riverside, des Oregon Research Institute und der University of Oregon verwendete in den 1960er Jahren Persönlichkeitsbewertungen von Grundschullehrern einer ethnisch vielfältigen Gruppe von Kindern auf Hawaii und verglich diese Persönlichkeitsbewertungen mit Videoaufzeichnungen Interviews mit 144 dieser Personen 40 Jahre später. Die Forscher fanden heraus, dass die von den Lehrern festgestellten Merkmale auch vier Jahrzehnte später noch bestehen blieben und dass diese Merkmale Reaktionen auf soziale Situationen vorhersagten.
Die Persönlichkeit eines jeden ist einzigartig. Unterstützen Sie die positiven Aspekte der Persönlichkeit Ihres Kindes, indem Sie das, was es Ihnen bereits zeigt, zum Laufen bringen, feiern.














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